Im Süden Sachsen-Anhalts, westlich des Stadtzentrums von Querfurt, erhebt sich die größte und älteste Burg an der Straße der Romanik. Erwähnt wird die Burg Querfurt bereits im Hersfelder Zehntverzeichnis von 880/899.
Drei mächtige Bergfriede – Marterturm, Dicker Heinrich und Pariser Turm – bestimmen das Bild der Burg schon aus der Ferne. Einzigartig sind die gewaltigen, gut erhaltenen Befestigungsanlagen: mit dem unüberwindbaren Burggraben, den doppelten Ringmauern, den massiven Kanonenbastionen und die Westtoranlage mit über zehn Meter starken Mauern. Trotz heftiger Belagerungen und Beschießungen im Dreißigjährigen Krieg, Eroberungen der bis dahin als uneinnehmbar geltenden Festung und wechselnden Besitzern konnte sie ihre mittelalterliche Bausubstanz weitgehend bewahren. Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit Gewölben sowie ein unterirdischer Gang erlauben dem Besucher Einblicke in die Funktion und Gestalt einer mittelalterlichen Adelsburg.